Schwarze Kreide auf Velin, 216 x 281 mm.
Links mit Bleistift signiert: "C.H. Kniep. delin:". Rechts unten datiert: "Napoli.1817." Oben rechts mit Bleistift die Nummer 3.

Gering stockfleckig und leichte Bräunung am unteren und am rechten Rand, an der rechten oberen Ecke ca. 1 cm aufgehellt. Im Gesamteindruck gut. Rückseitig Reste einer älteren Montierung.

In Ausführung und Entstehungszeit ist diese atmosphärisch sehr schöne, typisch Kniep'sche Ideallandschaft zusammen mit den Blättern des "Tocco-Albums" zu sehen, einer Sammlung von Kniep-Zeichnungen aus dem Besitz von Leonardo di Tocco Montemiletto, die heute zum Bestand des Roemer-Museums in Hildesheim gehört und den "Disegni Originali" von 1818, einer weiteren Sammlung im gleichen Museum.
Christoph Heinrich Kniep, der 1787 als Reisebegleiter Goethes hervorgetreten war und sich in den Folgejahren auf großformatige Sepiazeichnungen spezialisiert hatte, bevorzugte in den späteren Jahren ab etwa 1815 schwarze Kreide als Zeichenmittel. In kleineren, sehr konzentrierten Bildern beschwor Kniep immer wieder das Bild einer arkadischen Idylle. Dabei ist ihm eine besondere zeichnerische Vollendung und Feinheit der Auffassungsweise zueigen. Bitte beachten Sie auch die vorherige Abbildung (Ideallandschaft, 1822).

Georg Striehl: Der Zeichner Christoph Heinrich Kniep (1755-1825). Landschaftsauffassung und Antikenrezeption. Hildesheim 1988. Kat.-Nr. 583, Abb. 321.
Das Tocco-Album. 60 Zeichnungen von Christoph Heinrich Kniep. Bearb. von Georg Striehl. Auktion Schneider-Henn, München, 13. Juni 1997.

 

 

Christoph Heinrich Kniep
1755 Hildesheim - 1825 Neapel

Ideallandschaft, 1817